Home arrow Kleine Prosa arrow Weihnachten 1999
Hauptmenu
Home
FAQs
Kontakt
Impressum
Suchen
- - - - - - - - - - - - -
Auto & mehr
Bits & Bytes
Erkenntnisse
Finanzen
Gesunde Ernährung
Lyrik
Immobilien
Job
Küche & Lyrik
Kultur & Freizeit
Liebesgedichte
Kleine Prosa
Mode
Musik
Recht & Gesetz
Services
Sport & Wellness
Tierfreund
Touristisches
Umwelt & Natur
*********************
TEXT eintragen
Text schicken
Gästebuch

Weihnachten 1999 PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Administrator   
Donnerstag, 20. März 2008

Weihnachten 1999 –
ein paar Stunden der Ruhe und Besinnlichkeit im Kreise der Lieben

 

Es war ein guter Gedanke von Tante Irmchen: uns alle einzuladen zum Mittagessen am 24.

Der Kreis war unkompliziert: Tante Irmchen (78), die Tante von Gabi, meiner 1. Frau, die als einzige von der Familie betroffene nicht anwesend war. Meine Mutter (79), mein Sohn Dani(31) mit Claudia(28), seiner 1. Frau und Ihrem Sohn, meinem Enkel Max (7) sowie seiner jetzigen Freundin Lydia(25). Mein Sohn Robi(25) und später dazu seine Verlobte, Nicole(23). Dazu Silvia, meine 2.Frau(31), die sich gerade scheiden lässt mit Nico (13) und Lucas (7). Silvia hatte Ihre Oma (94) mitgebracht.

Es wurde eine sehr erheiterndes Mittagessen, weil den Kellnern jede Möglichkeit der Zuordnung der handelnden Personen unmöglich wurde. Dies besonders dadurch, daß, nachdem ich als der „Stammvater“ geoutet war, mein Sohn Dani zu meiner Noch-Frau Silvia immer „Mutti“ rief, ich dem (türkischen, jungen) Ober aber Silvia als „frei“ empfahl.  Als dann noch Claudia ebenfalls als „zu haben“ angepriesen wurde, übernahm der eine der Kellner das Revier, damit sich der andere zu Claudia setzen konnte.

In Ruhe und Besinnlichkeit ließen wir den Tag bei Kaffee und Stolle in der Sterntalerstraße ausklingen.

Der nächste Tag sollte zumindest bei mir völlig der Entspannung und Erholung gewidmet werden. Mein Freund Bernhard hatte mein wiederholtes Werben, den Abend mit mir zu verbringen, konstant abgeschlagen, so daß auch ein ungewollter alkoholischer Exzess nicht zu befürchten war. Ich brachte gegen 12.00 mein Söhnchen Lucas zu Silvia und nahm gleich einen reparierten Stuhl für meinen Freund Micha mit. Dort brutzelten bereits zwei Enten im Ofen und wie nicht anders bei Micha & Freya zu erwarten, wurde ich sofort zum Weihnachtsbraten eingeladen, was ich aber standhaft ablehnte. Meine Standhaftigkeit flog dahin, wie Wolken am blauen Abendhimmel, nachdem Micha den Ofen öffnete und der Bratenduft um meine Nase zog. Schließlich willigte ich ein, an der Mahlzeit teilzunehmen,  bat aber, von Alkoholica Abstand nehmen zu dürfen. Micha gestand mir kopfschüttelnd, daß dies das Einzige sei, was er mir nicht versprechen könne.

Es begann scheinheilig mit einem halben Eis als Nachtisch - und einem Viertelliter Eierlikör drüber. Ein Magenbitter brach meinen letzten Willen – es blieb mir nur noch, um Milde bei der Auswahl der nachfolgenden Getränke zu bitten. Gegen 19.00 – wir waren bei Rotkäppchen-Bier und Grappa – rief Bernhard von mir zu Hause aus an: er hatte wohl den Plan umgestellt. Michas Einladung zu folgen, lehnte er aber missmutig ab.

Gegen 21.00 Uhr rief mich die Pflicht nach Hause, denn am kommenden Tag war ich zu Lydia und Dani zum Essen eingeladen; allerdings mit der kleinen Einschränkung, daß ich die Gans mitbrächte, die es noch zu braten galt.

Also stand ich am kommenden Morgen gegen 8.00 Uhr auf und begann mein segensreiches Wirken an diesem Weihnachtstier. Nachdem das Tier briet, bereitete ich den Rotkohl. Gegen 10.30  rief meine Mutter an und beklagte sich, daß bei Dani niemand zu Hause sei. Ich vertröstete sie und verabredete mich gegen ½ 1 Uhr mit ihr am S-Bahnhof. Dann rief Lydia an und sagte, daß Schlothauers (unsere Spätaussiedler-Bekannten) mit ihrem Enkel auch kämen – fein. Dann rief Dani an und sagte, daß sein Nachbar den großen Tisch braucht, wir können nicht bei ihm essen – nicht so schlimm. Ich hatte gerade die erstaunlich saubere Tischdecke vom Weihnachtskaffee in den Wäschekorb geknautscht. Also holte ich sie wieder heraus und bügelte sie. Dann zog ich den Tisch aus und deckte ihn für: Ehepaar Schlothauer mit Enkel Roman, Dani, Lydia, Robi, Henning und Oma. Danach rief Lydia  an und teilte mit, daß Schlothauers nicht kämen, sie müssen die Enkeltochter hüten – auch gut. Weg mit 3x Besteck und Tellern. Den Tisch liess’ ich so, wegen der gebügelten Tischdecke. Nun kam Lydia, brachte den Rest vom gestrigen Hasen und dem Kassler, den restlichen Grünkohl, Rotkohl und Rosenkohl  und sagte mir, daß Claudia und Max zum Essen kommen: wie gut, daß der Tisch noch groß und gedeckt ist. Also rauf mit dem Besteck und den Tellern. Nun wird es langsam 12.30 Uhr. Oma muß abgeholt werden. Wer holt sie? – Lydia. Bring doch gleich Claudia und Max mit! Lydia ruft Claudia an, daß sie schon runtergeht. Was? Claudia isst mit bei ihren Eltern? Kein Problem, sind wir halt zwei weniger; ich beginne den Tisch umzudecken. Da ruft Robi aus dem Gartenhaus an: Nicole ist inzwischen eingetroffen, mit der ich gar nicht gerechnet hatte. Sie ist unweigerlich da, sie isst mit!

Gottseidank – wir haben den Tisch wieder voll.

Jetzt nur noch die Kartoffeln auf’s Feuer, die Gans aus der Röhre, das Kaninchen von Lydia und Dani auf den Herd, den Rotkohl von mir runter, den von Lydia rauf, das Kassler auf die Platte, die Kartoffeln ins Bett, die Knödel in den Dampf, den Rosenkohl in die Mikrowelle, die Soße in die Sauciere, den Wein geöffnet und ausgeschenkt und nun

FRÖHLICHE WEIHNACHTEN und ein GUTES NEUES JAHR !!! 
Letzte Aktualisierung ( Dienstag, 20. Mai 2008 )
 
< zurück
Über diese Site
Diese Site wurde entwickelt,
um Menschen zu
gewinnen, uns bei
unserer Arbeit für
behinderte Menschen in
Brandenburg zu unterstützen.
In unserer
MUSEUMSHERBERGE
GLASHÜTTE
finden
jährlich mehrfach
Bildungstreffen von jungen
Menschen aus europäi-
schen Behindertenorgani-
sationen statt. Sie knüpfen
hier Kontakte und lernen
die Rechte europäischer
Bürger kennen. Nehmen
Sie teil anunserer Arbeit
und unserem Leben!
 
Statistik
OS: Linux t
PHP: 4.4.9
MySQL: 3.23.58-log
Zeit: 05:06
Caching: Disabled
GZIP: Disabled
Mitglieder: 8
News: 196
Weblinks: 8